Post-Brexit: Warenhandel mit Großbritannien – Eine grobe Übersicht für Unternehmen und Privatpersonen bezüglich Zoll und Umsatzsteuer (2022)

(Video) IHK-Erklärfilm 1x1 des Imports

08.04.2021

Post-Brexit: Warenhandel mit Großbritannien – Eine grobe Übersicht für Unternehmen und Privatpersonen bezüglich Zoll und Umsatzsteuer (1)

Vor drei Monaten endete die knapp einjährige Übergangsfrist am 31. Dezember 2020, nachdem bereits zum 31. Januar 2020 der Brexit vollzogen wurde und Großbritannien aus der Europäischen Union ausgetreten war. Viele Unternehmen und Privatpersonen merken erst jetzt, was das bedeutet und sind sich der Risiken und Pflichten häufig nur unzureichend bewusst, wie diverse Fälle aus der Beratungspraxis verdeutlichen. Nachfolgend möchten wir daher die wesentlichen Punkte noch einmal zusammenfassen, um Ihnen im Warenverkehr mit Großbritannien zu helfen.

Mit Ende der Übergangsfrist endeten auch die Vereinfachungen bezüglich der zollrechtlichen und umsatzsteuerrechtlichen Behandlung von Großbritannien. Großbritannien ist nunmehr ein Drittstaat, d. h. mit der Einfuhr von Waren aus Großbritannien sind Zölle und Abgaben sowie die diesbezüglichen Formalitäten wahrzunehmen. Außerdem gilt es Verbote und Beschränkungen zu beachten. Ebenso ist die Ausfuhr nach Großbritannien nunmehr mittels formellem Ausfuhrverfahren unter Beachtung möglicher Ausfuhrrestriktionen durchzuführen. An den Formalitäten, die aktuell erforderlich sind, ändert auch das Handels- und Kooperationsabkommen, das noch kurz vor Jahresende am 24. Dezember 2020 zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ausgehandelt wurde, nichts, denn dieses betrifft nur mögliche Abgabenbegünstigungen.

Einfuhren aus Großbritannien

Der Warenbezug aus Großbritannien stellt eine zollrechtliche Einfuhr aus einem Drittstaat dar. Für Einfuhren aus Großbritannien sind die allgemeinen Einfuhrvorschriften der EU anzuwenden. Das bedeutet folgendes:

  • Um Waren in die EU einzuführen, müssten diese zunächst in Großbritannien ausgeführt werden. Hierzu ist ein Ausfuhrverfahren nach britischem Recht erforderlich. Wir gehen davon aus, dass dies in der Regel durch Ihren Verkäufer/den Versender erfolgen wird.
  • Unternehmen, die regelmäßig Waren aus Großbritannien beziehen, benötigen eine sogenannte EORI-Nummer, d. h. eine zollrechtliche Registrierung in dem Mitgliedstaat, in welchem sie ansässig sind. Die bisherigen EORI-Nummern aus Großbritannien (beginnen mit GB) sind nicht mehr gültig.
  • Grundsätzlich können nur Personen oder Unternehmen Waren in die EU einführen, die ihren Sitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der EU haben. Für englische Unternehmen bedeutet dieses, dass Sie selbst nicht mehr alleine einführen können, sondern einen indirekten Zollvertreter in der EU benötigen.
  • Jede Einfuhr muss beim Zoll angemeldet werden. Hierzu ist eine förmliche Zollanmeldung erforderlich, die in Deutschland über das ATLAS-System einzugeben ist. In vielen Fällen wird dieses operativ durch den Logistikdienstleister erfolgen. Im Rahmen der Einfuhranmeldung sind dem Zoll verschiedene Angaben und Unterlagen vorzulegen, welche sodann dem Dienstleister vorab zur Verfügung zu stellen sind, u. a.:
    • Angaben zur Menge, Wert, Warenbeschreibung, Zolltarifnummer, Art der Packstücke, Liefer- und Zahlungsbedingungen
    • Warenrechnung oder bei unentgeltlicher Überlassung alternative Wertbestimmung nach dem Unionszollkodex
    • Angaben zu sonstigen Wertbestandteile wie beispielsweise Transportkosten, Transportversicherungskosten, Lizenzgebühren, Beistellungen oder sonstige abgespaltene Kaufpreisbestandteile
    • Bei Anwendung von Präferenzzollsätzen entsprechende Präferenzdokumente
    • Bescheinigungen im Zusammenhang mit Verboten und Beschränkungen im Zusammenhang mit der Einfuhr
  • Alle vorgenannten Angaben und Unterlagen sollten Unternehmen zudem ordnungsgemäß archiviert haben, um im Falle einer nachträglichen Prüfung durch den Zoll die Richtigkeit belegen zu können.
  • Bei Privatperson werden in der Regel, gerade bei kleineren Warensendungen, die Formalitäten durch den Paketdienstleister für die Privatpersonen erledigt. Hierbei greifen die Postdienstleister auf die ihnen bekannten Informationen zurück. Die Privatpersonen werden im Anschluss dann lediglich „zur Kasse“ gebeten, indem sie die hierdurch entstandenen Aufwendungen einschließlich einer Bearbeitungsgebühr an den Paketdienstleister mit Auslieferung der Warensendung zu entrichten haben. In Ausnahmefällen kann es jedoch erforderlich sein, dass die Privatperson die Sendung beim Zollamt abholt und fehlende Auskünfte erteilt. Der Privatperson steht es frei, auch eine eigene Zollanmeldung über den von ihr beauftragten Logistikdienstleister abzugeben bzw. abgeben zu lassen. Das dürfte jedoch nur dann zum Tragen kommen, wenn größere oder werthaltige Warensendungen durch Privatpersonen verbracht werden (z. B. die Kunstsammlung, Oldtimer, Umzugsgut etc.). Sofern es sich um Umzugsgut handelt, kann unter den weiteren Voraussetzungen der Zollbefreiungsverordnung die Warensendung gegebenenfalls zollbefreit eingeführt werden. Dies ist jedoch im Vorfeld mit dem Logistikdienstleister und der Zollbehörde formell abzustimmen.
  • Als weitere Formalitäten sind die Verbote und Beschränkungen zu beachten. So dürfen in die EU gewisse Produkte nur eingeführt werden, wenn die Sicherheitsbestimmungen der EU beachtet werden (z. B. Elektronikgeräte mit CE Kennzeichnung, Atemschutzmasken mit CE Kennzeichnung, tierische Lebensmittel nach Freigabe des Veterinäramtes, Arzneimittel mit entsprechender Genehmigung der Arzneimittelbehörde etc.). Zudem kann es bei der Einfuhr zu Kontingenten kommen, d. h. es darf nur eine gewisse Anzahl an Produkten eingeführt werden. Diese Regelungen gelten auch für Großbritannien, da Großbritannien nicht mehr Teil der EU ist. Folglich müssen die Einführer sicherstellen, dass diese Verbote und Beschränkungen, die ihre Produkte betreffen, eingehalten werden. Das kann so weit gehen, dass das belegte Brot mit rohen Schinken nicht eingeführt werden darf, weil der Einführer (im konkreten Fall der LKW-Fahrer) für den Schinken keine Freigabe durch das Veterinäramt eingeholt hat. In dem Fall droht die kostenpflichtige Vernichtung der Ware.
  • Neben der Pflicht die Formalitäten zu beachten, fallen letztendlich auch Einfuhrabgaben an. Einfuhrabgaben umfassen die Zollabgaben, die Einfuhrumsatzsteuer sowie die nationalen Verbrauchsteuern (beispielsweise Alkoholsteuer). Die Einfuhrabgaben sind zunächst in dem Mitgliedstaat fällig, in welchem die Waren in den freien Verkehr überführt werden, i. d. R. ist eine weitere Versteuerung in dem Mitgliedstaat erforderlich, in welchem diese verbraucht werden. Hier müssen Unternehmen darauf achten, dass Sie mittels zollrechtlicher Verfahren sicherstellen, dass eine Verzollung erst in Deutschland erfolgt, wollen Sie nicht, dass die Einfuhrumsatzsteuer oder andere Abgaben bereits am physischen Ort des Wareneingangs in die EU (z. B. Niederlande oder Frankreich) entstehen.
  • Bezüglich der Umsatzsteuer ist zu beachten, dass es sich bei einem Bezug aus Großbritannien nicht mehr um eine innergemeinschaftliche Lieferung handelt, sondern um eine Wareneinfuhr nach § 1 Abs. 1 Nr. 4 UStG. Es gelten somit die besonderen Regelungen des § 21 UStG. Eine separate Anmeldung des Wareneingangs in der Umsatzsteuervoranmeldung sowie die Buch- und Belegnachweise, die im Rahmen innergemeinschaftliche Lieferung vorgeschrieben sind, sind vorliegend nicht erforderlich. Um die Vorsteuer ziehen zu können, sollte der Einführer jedoch sicherzustellen, dass ihm die Einfuhrabgabenbescheide mit der ausgewiesenen Einfuhrumsatzsteuer vorliegen.
  • Auch bei Bezug durch Privatpersonen wird stets die Einfuhrumsatzsteuer mit der Einfuhranmeldung anfallen. Besonderheiten, wonach im Versandhandel der Lieferant für die Umsatzsteuer aufzukommen hat, greifen nicht. § 3c UStG ist vorliegend nicht anwendbar, da dieses nur im Handel zwischen zwei Mitgliedstaaten gilt.
  • Im Gegenzug dürften die Lieferungen von der britischen Umsatzsteuer als Ausfuhrlieferung befreit sein. Diese obliegt jedoch letztendlich der britischen Ausgestaltung ihrer Steuervorschriften.
  • Während Einfuhrumsatzsteuer (in Deutschland zur Zeit 7 % oder 19 %, je nach Warenart) und die Verbrauchsteuern stets anfallen, wenn die Waren in den freien Verkehr überführt werden, d. h. ohne zollamtliche Beschränkung in Deutschland genutzt und verbraucht werden dürfen, können Zölle aus Großbritannien vermieden werden. Aufgrund des im Dezember 2020 geschlossenen Abkommens gelten für Waren, die ihre letzte wesentliche Be- oder Verarbeitung in Großbritannien erhalten haben, Zollvergünstigungen (sogenannte Präferenzen). Das reine Durchhandeln reicht nicht aus. Welche Maßnahmen der Bearbeitung ausreichen, hängt von der konkreten Ware ab und ergibt sich aus den Anhängen des Abkommens. Zudem ist erforderlich, dass der Verkäufer bzw. Versender ein Präferenzdokument gemäß dem Abkommen erstellt, d. h. er muss für das REX System registriert sein und eine Erklärung zum Ursprung auf den Handelspapieren abgegeben haben. Der Zoll überprüft die Richtigkeit nicht bei Abgabe, es steht jedoch dem Zoll frei, im Nachgang die Richtigkeit zu überprüfen und sollten die Voraussetzungen nicht vorliegen, werden die Zölle nacherhoben.

Die Nutzung dieser Zollpräferenzen wird im Unternehmenswarenhandel durchaus eine Rolle spielen können. Ob sich dies auch für die Bezug von Waren durch Privatpersonen abzeichnet, ist sehr fraglich, da die Zollbegünstigungen hier einem erheblichen Verwaltungsaufwand gegenüberstehen.

Ausfuhren nach Großbritannien

Sofern Waren nach Großbritannien versandt werden sollen, sind diese in ein formelles Ausfuhrverfahren zu überführen.

  • Für Postsendungen und Waren unter EUR 1.000 sowie für Kleinsendungen zwischen EUR 1.000 und EUR 3.000 gibt es gewisse Vereinfachungen. Ansonsten ist eine formelle Zollanmeldung im Atlas-System erforderlich, d. h. es muss unter anderem folgendes angegeben werden:
    • Warenbeschreibung
    • Ausfuhrwert der Ware (objektiver Wert)
    • Menge
    • Packstücke/Art der Verpackung
    • Kodierungen zu gewissen Restriktionen im Außenhandel
    • Ggf. Hinweise zur Ausfuhrgenehmigungspflicht
    • Ggf. Erklärung zum Ursprung
  • Zudem ist sicherzustellen, dass die Warensendung keine Ausfuhrgenehmigung oder gar einem Ausfuhrverbot unterliegt. D. h. es ist zu prüfen, ob es sich bei den Waren um Dual-Use-Güter oder sonstige restriktive Güter wie Kriegswaffen, Rüstungsgüter etc. handelt. Sofern es sich um gelistete Güter handelt, ist die Ausfuhr nach Großbritannien nur nach vorheriger Genehmigung durch die Behörde (i. d. R. das BAFA) zulässig. Gegebenenfalls können allgemeine Ausfuhrgenehmigungen Anwendung finden. Sollte der Endverwender oder die Endverwendung nicht in Großbritannien stattfinden, wäre zudem eine Ausfuhrgenehmigung oder Beachtung des tatsächlichen Endverwendungslandes und des Endverwenders zu beantragen.
  • Umsatzsteuerrechtlich handelt es sich um eine Ausfuhrlieferung, § 6 UStG, die nach § 4 Nr. 1 a) UStG von der Umsatzsteuer befreit ist. Voraussetzung ist, dass der Lieferant nachweisen kann, dass die Waren aus dem Steuergebiet in das Drittland verbracht wurden. Grundsätzlich ist hierzu der Ausgangsvermerk in der Zollstelle erforderlich, den der Lieferant erhält, sobald die Ware ordnungsgemäß ausgeführt wurde. Dieser ist sodann für Umsatzsteuerzwecke zwingend zu archivieren.

    Da Privatpersonen keine Umsatzsteuer abführen oder anmelden, ist beim Versand durch Privatpersonen umsatzsteuerlich zunächst nichts weiter zu beachten.

  • Es sollte auch beachtet werden, dass die Waren letztendlich in Großbritannien wieder zollrechtlich eingeführt werden müssen, sodass auch dort gewisse Einfuhrformalitäten nach englischem Recht zu berücksichtigen sind. Auch hier könnte in Fällen, in denen die Waren maßgeblich in der EU hergestellt oder bearbeitet wurden, eine Zollpräferenzen geltend gemacht werden. Die Zollsätze in Großbritannien wurde erheblich gesenkt, sodass im Einzelfall zu prüfen wäre, ob der Aufwand einer Registrierung für das REX-System, das Überprüfen der Voraussetzungen sowie das Ausstellen und Vorhalten entsprechender Nachweise für Exporteure nach Großbritannien wirtschaftlich sinnvoll ist.

Bezüglich der Einzelheiten zur Einfuhr in Großbritannien verweisen wir auf die Ausführungen auf der Homepage der englischen Zollverwaltung HMRC.

Nordirland

Für Nordirland gelten Sonderregeln. Export oder Importe nach Nordirland unterliegen weiterhin den EU-Regeln, es wird mithin fingiert, dass Nordirland Teil der EU ist, mithin gelten die Regelungen für den Warenversand innerhalb der EU. Voraussetzung ist jedoch, dass die Waren in Nordirland verbleiben sollen.

Fazit

Mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU ist der Handel für Privatperson wie auch für Unternehmen deutlich erschwert und teurer geworden. Neben den zusätzlichen Abgaben sind insbesondere die Formalitäten im Unternehmenswarenverkehr von einschneidender Bedeutung. Diese bedeuten Zeitverzögerungen, zusätzliches Risiko von möglichen formellen Fehlern und darauf folgend Sanktionen sowie zusätzliche Kosten in der Umsetzung und Beachtung der Formalitäten. Gerade der Zeitverzug ist derzeit eine der größten Herausforderungen, nicht umsonst ergab sich aus der Presse, das diverse größere Logistikdienstleister zwischenzeitlich Aufträge mit Lieferort in Großbritannien ablehnen, da die Ein- und Ausreise mit so erheblichen zeitlichen Verzögerungen verbunden ist, dass sie dieses ihren LKW-Fahrern nicht mehr zumuten wollen.

Unternehmen müssen zudem jetzt besser planen, wo die Waren verzollt werden sollen, damit nicht in Mitgliedstaaten Eingangsabgaben anfallen, die dort nicht oder nur mit hohem Verwaltungsaufwand zurückerlangt werden können. Das setzt zusätzliche Zollverfahren voraus, die, sofern Unternehmen diese nicht selbst abbilden können, in der Regel kostenpflichtig durch die Logistikdienstleister angeboten werden. Zudem stellt jedes zusätzliche zollrechtliche Verfahren eine potenzielle Fehlerquelle dar.

Auch für Privatpersonen ist der Handel erschwert, denn einerseits sind die Waren nunmehr zusätzlich mit Zollabgaben belastet, zum anderen dürfte die zollrechtliche Abfertigung in Einzelfällen zu einem erheblichen Lieferverzug führen. Ferner ist eine Rücksendung der Waren - auch im Versandhandel - komplexer, da die Waren faktisch wieder aus der EU ausgeführt und in Großbritannien wieder eingeführt werden müssen. Hier dürfte fraglich sein, wer letztendlich für die Einfuhrabgaben aufkommt (Kunde oder Verkäufer?). Somit dürfte das Bestellen von allgemeinen Verbrauchsgütern wie Sportausrüstung, Stoffen, Kosmetik oder englische Spezialitäten an Attraktivität verlieren.

Wir gehen davon aus, dass es jedoch in der Zukunft weitere Vereinfachungen zwischen Großbritannien und der EU geben wird. Denn eines dürfte feststehen: Nur weil Großbritannien nicht mehr formell der EU angehört, sind die Sicherheitsstandards in Großbritannien nicht schlechter als zuvor. D. h. die dort gefertigten oder gewonnenen Produkte, z. B. Fische, Spirituosen, Elektronikgeräte, sind nicht unsicherer als zuvor. Da ist es grundsätzlich denkbar, dass auch hier eine gegenseitige Anerkennung von Sicherheitsstandards erfolgen wird, wie es zum Teil bereits mit der Schweiz geschehen ist. Für die Übergangszeit bedeutet dies jedoch, dass sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen gewisse Produkte (z. B. Fleischprodukte, Milchprodukte etc.) nur mit vorheriger Genehmigung sowie Beachtung der Einfuhrrestriktionen einführen dürfen.

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FAQs

Waren aus Großbritannien Einfuhrumsatzsteuer? ›

Auf Bestellungen, die aus dem Vereinigten Königreich nach Deutschland geliefert werden, fällt generell keine britische Mehrwertsteuer an. Es fällt jedoch eine Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent bzw. 7 Prozent an (ggf. plus einer Verbrauchssteuer bei verbrauchssteuerpflichtigen Waren).

Wer zahlt die Umsatzsteuer bei Import aus England? ›

Der Importeur in Großbritannien hat die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von standardmäßig 20 % abzuführen.

Was ist zu beachten bei Bestellungen aus England? ›

Seit dem 31. Jänner 2021 gehört Großbritannien nicht mehr zur Europäischen Union, sondern ist ein "Drittstaat". Für die Einfuhr von Waren ab einem Wert von 22 Euro muss daher eine Zollanmeldung abgegeben und eine Einfuhrumsatzsteuer entrichtet werden. Ab einem Warenwert von 150 Euro wird zusätzlich auch Zoll fällig.

Waren aus Großbritannien verzollen? ›

Seit dem 1. Januar 2021 müssen alle Warenlieferungen aus Großbritannien in die EU durch den Zoll abgefertigt werden. Denn Waren, die über die Grenze des Zollgebiets der EU verbracht werden, unterliegen der zollamtlichen Überwachung. Sie müssen in ein bestimmtes Zollverfahren überführt werden.

Wann muss man keine Einfuhrumsatzsteuer zahlen? ›

Jeder der nach Deutschland einreist und Waren mitbringt, muss diese verzollen. Das heißt, es müssen Steuern dafür gezahlt werden. In der Europäischen Union gibt es dafür Grenzwerte, werden also Waren im Wert von unter 150 Euro mitgebracht, muss hierfür auch keine Einfuhrumsatzsteuer gezahlt werden.

Ist Großbritannien Umsatzsteuerlich Drittland? ›

Trotz des geregelten Brexits ist das Vereinigte Königreich seit dem 1. Januar 2021 umsatzsteuerlich als Drittland einzustufen. Das gilt bis auf eine Ausnahme sowohl für Großbritannien als auch für Nordirland.

Welche Brexit Regelung ist zu beachten bei der Umsatzsteuer? ›

Nach einem Austritt von Großbritannien aus der EU ist die Regelung des § 3c UStG nicht mehr anwendbar, die Lieferungen an Privatpersonen werden als Ausfuhrlieferungen angesehen. Keine umsatzsteuerfreie Lieferung möglich, es gelten die Regeln einer Inlandslieferung, es ist eine Registrierung erforderlich.

Wer muss die Einfuhrumsatzsteuer bezahlen? ›

Wozu ist die Einfuhrumsatzsteuer da und wer muss sie zahlen? Laut Gesetz ist die Einfuhrumsatzsteuer eine Verbrauchersteuer (und Einfuhrabgabe), die Unternehmen und Privatpersonen bei der Einfuhr von Waren aus Drittländern zahlen müssen.

Wie wird Großbritannien steuerlich behandelt? ›

Nach dem 31.12.2020 unterliegt der Warenverkehr mit Großbritannien zollrechtlichen Förmlichkeiten. Es gibt eine Übergangsregelung für Warenbewegungen, die vor dem 1.1.2021 beginnen und nach dem 31.12.2020 enden. Diese werden im Ergebnis wie „Altumsätze“ vor dem 1.1.2021 behandelt (Tz. 6 – 10).

Wann muss ich Einfuhrzoll bezahlen? ›

Waren, die zB in den USA, Asien oder Südafrika per Internet-Bestellung gekauft und importiert werden sind einfuhrumsatzsteuerpflichtig (bis 30. Juni 2021 bestand noch eine Umsatzsteuerbefreiung bei Sendungen mit einem Warenwert bis 22 Euro). Zoll muss zusätzlich ab einem Warenwert von 150 Euro entrichtet werden.

Wird Post aus England kontrolliert? ›

Der Zoll kontrolliert die Lieferungen aus Drittländern, also von außerhalb der Europäischen Union. Redanz sagt: „Jede Sendung muss in die Hand genommen werden. “ Entweder von den Beschäftigten der Deutschen Post oder eben von den Mitarbeitern des Zolls.

Wie hoch sind Zoll und Einfuhrumsatzsteuer? ›

Die Einfuhrumsatzsteuer ist 19 Prozent. Sendungen bis zu einem Wert von 150 Euro sind zollfrei. Verbrauchsteuern fallen keine an. Für die Zollabwicklung verlangt der Beförderer eine Servicepauschale(1) von 5 Euro, die bei der Zustellung kassiert wird.

Wann fallen Zollgebühren aus England an? ›

Brexit. Seit dem 01.01.2021 gehört Großbritannien nicht mehr zur EU-Zollunion. Für Bestellungen aus England, Schottland und Wales fallen nun Zoll- und Einfuhrgebühren an. Für Nordirland gilt das nicht.

Wann muss ich Zoll zahlen England? ›

Der Zoll in England und die Einfuhrabgaben

Für Onlinebestellungen werden ab einem Wert von über 22 Euro Einfuhrabgaben fällig, für Geschenke ab einem Wert von 45 Euro.

Wann zahlt man Zoll aus England? ›

Am 1. Juli 2021 ist die Freigrenze von 22 Euro weggefallen. Das bedeutet, dass Sie in der Regel für jede Ware, die Sie in einem Drittland (z.B. USA, Großbritannien, China, Schweiz) bestellen, Einfuhrabgaben bezahlen müssen.

Wie kann man die Einfuhrumsatzsteuer umgehen? ›

Sieht der Gesetzgeber bei der Einfuhrumsatzsteuer einen Freibetrag vor? Ja, so lassen sich zum Beispiel bei Warensendungen aus dem EU-Ausland Zoll und Einfuhrumsatzsteuer umgehen, wenn die Abgaben bei einer Internetbestellung weniger als 1 Euro betragen.

Welche Warengruppen sind von der Einfuhrumsatzsteuer befreit? ›

Waren der Warengruppe 1 sind Waren erzieherischen, wissenschaftlichen oder kulturellen Charakters des Anhangs I der Zollbefreiungsverordnung (Art. 42 Zollbefreiungsverordnung). Die Zollbefreiung für die Waren dieser Warengruppe erfolgt unabhängig von ihrem tatsächlichen Verwendungszweck und wird jedem gewährt.

Waren aus Drittland Umsatzsteuer? ›

Der Regelsteuersatz entspricht dem der Umsatzsteuer. Er beträgt 19 % des sog. Einfuhrumsatzsteuerwertes und ermäßigt sich bei bestimmten Waren (insbesondere Lebensmittel, Bücher, Zeitungen, etc.) auf 7 %.

Ist England jetzt ein Drittland? ›

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland hat mit Ablauf des 31. Jänner 2020 (Übergangsperiode bis 31. Dezember 2020) die Europäische Union verlassen, womit es nunmehr als Drittland anzusehen ist.

Was muss auf einer Rechnung nach England stehen? ›

Übersicht der korrekten UK Rechnungen mit ausgewiesener VAT (MwSt.) Diese Übersicht enthält die wichtigsten Informationen, die auf einer UK Rechnung enthalten sein müssen. Eine einmalige Rechnungsnummer in einer konsekutiven Folge • Der Name des Verkäufers mit Anschrift • Die VAT (Ust.)

Warum keine Umsatzsteuer Drittland? ›

Die Lieferung in ein Drittland ist steuerfrei, sofern du nachweisen kannst, dass die Ware das Inland wirklich verlassen hat. Somit muss beim Reverse-Charge Verfahren nicht der Leistungssteller, sondern der Empfänger die Umsatzsteuer abführen.

Wann wird keine Umsatzsteuer berechnet Ausland? ›

Du bist Kleinunternehmer

Als Kleinunternehmer fällst Du unter die Kleinunternehmerregelung und musst deshalb keine Umsatzsteuer zahlen, egal ob Du ins Inland oder ins EU-Ausland lieferst. Ob deine Kunden Kleinunternehmer, Privatpersonen oder Unternehmer sind, ist in diesem Fall ebenfalls egal.

Wann wird keine MWST berechnet Ausland? ›

Wenn Sie Dienstleistungen an ein Unternehmen mit Sitz in einem anderen EU-Land verkaufen, brauchen Sie diesem in der Regel keine Mehrwertsteuer in Rechnung zu stellen. Ihre Kunden entrichten Mehrwertsteuer auf die erhaltenen Leistungen zu dem in ihrem Land geltenden Satz (unter Umkehrung der Steuerschuldnerschaft).

Wer schuldet die Einfuhrumsatzsteuer? ›

Schuldner der Einfuhrumsatzsteuer i.S. des § 3 Abs. 8 UStG ist die Person, die in eigenem Namen eine Zollanmeldung abgibt oder in deren Namen eine Zollanmeldung abgegeben wird. Darauf, dass tatsächlich Einfuhrumsatzsteuer angefallen ist, kommt es nicht an.

Ist Zoll und Einfuhrumsatzsteuer das gleiche? ›

Die Einfuhrumsatzsteuer wird neben den Zöllen und den Verbrauchsteuern bei der Einfuhr von Waren aus Drittländern erhoben. Ihr Aufkommen beträgt jährlich rund 60 Milliarden Euro.

In welchen Fällen unterliegt man als Schuldner der Einfuhrumsatzsteuer und oder Zöllen? ›

Schuldnerin/Schuldner der Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) ist jede/jeder, die/der eine Einfuhr eines Gegenstandes aus dem Drittlandsgebiet in das Inland tätigt. Die EUSt trifft somit Unternehmerinnen/Unternehmer und Nichtunternehmerinnen/Nichtunternehmer. Bemessungsgrundlage für die EUSt ist grundsätzlich der Zollwert.

Hat Großbritannien Reverse Charge? ›

Das britische Reverse-Charge-Verfahren findet auch hier Anwendung, wenn der Geschäftskunde im Vereinigten Königreich ansässig und zur britischen Umsatzsteuer registriert ist. In allen anderen Fällen muss sich Ihr Unternehmen zur britischen Umsatzsteuer registrieren lassen und mit britischer Umsatzsteuer abrechnen.

Waren nach England verkaufen? ›

Wenn Ihr Ware nach Großbritannien ausführen möchtet, müsst Ihr Euch seit 1. Januar 2021 beim Zoll für den Warenverkehr mit UK registrieren lassen. Ihr erhaltet dann eine sogenannte EORI-Nummer, das steht für „Economic Operators' Registration and Identification“ und ist die Zollnummer auf europäischer Ebene.

Ist England Reverse Charge? ›

Die Änderungen bezüglich der Umsatzsteuer aufgrund des Brexits lassen sich kurz zusammenfassen: das Vereinigte Königreich wird seit dem 01. Januar 2021 behandelt wie jedes andere (nicht EU) Drittland auch. Die Nutzung des Reverse-Charge-Verfahrens ist nicht mehr erlaubt.

Wie berechnet sich Zoll aus England? ›

Für den Zollwert wird sowohl der Warenwert, als auch die Versandkosten herangezogen, in unserem Beispiel also 22.000 EUR (15.000 + 7000 EUR). 3,7 % von 22.000 EUR sind 814 EUR (22.000 EUR ✖ 0,037). Für die Ware, Versand und Zoll bezahlst du also 22.814 EUR.

Wie berechnet der Zoll den Warenwert? ›

Grundlage der Berechnung der Zollgebühren ist der Warenwert. Der Warenwert ist in der Regel das, was für das Produkt gezahlt wurde. Dieser setzt sich also aus dem Kaufpreis und den veranschlagten Versandkosten zusammen.

Werden alle Pakete verzollt? ›

Alle Sendungen aus Nicht-EU-Staaten müssen vom Zoll abgefertigt werden. Der Absender sollte dafür außen eine sogenannte Zollinhaltserklärung anbringen, aus der hervorgeht, was im Paket ist und wie hoch der Zollwert ist. Um das zu kontrollieren, darf der Zoll Pakete auch öffnen.

Was ist beim Versand nach Großbritannien zu beachten? ›

Die passende EORI-Nummer für den Versand nach England musst Du auf deiner Handelsrechnung sowie Zollinhaltserklärung angeben. Bitte beachte, dass deine EU EORI-Nummer dazu nicht ausreicht: Du musst eine entsprechende 12-stellige britische EORI-Nummer bei der britischen Zollbehörde beantragen!

Wird die Post durchleuchtet? ›

Sendungen würden nur im Einvernehmen mit den Strafverfolgungsbehörden durchleuchtet, stellt er klar. Natürlich könne man nicht ausschließen, dass es auch unter den Postmitarbeitern – wie in jeder anderen Branche – schwarze Schafe gibt.

Wird meine Post kontrolliert? ›

Die Risikoanalyse des Zolls

In Deutschland gibt es das Postgeheimnis. Das bedeutet, dass Mitarbeiter der Post keine Informationen über den Absender, Empfänger oder Inhalt von Sendungen weitergeben dürfen. Ebenso dürfen keine Sendungen geöffnet werden.

Woher weiß ich ob ich Zoll zahlen muss DHL? ›

Gesamtwarenwert über 45 EUR bis einschließlich 700 EUR: Einfuhrumsatzsteuer wird erhoben und Verbrauchssteuer kann erhoben werden. Gesamtwarenwert über 700 EUR: Einfuhrumsatzsteuer und Zoll werden erhoben, Verbrauchssteuer kann erhoben werden.

Wer muss Zoll bezahlen Käufer oder Verkäufer? ›

Der Käufer übernimmt die Einfuhrabwicklung und zahlt die Einfuhrabgaben. "Geliefert verzollt" bedeutet, dass der Verkäufer liefert, wenn er die zur Einfuhr freigemachte Ware dem Käufer auf dem ankommenden Beförderungsmittel entladebereit am benannten Bestimmungsort zur Verfügung stellt.

Auf welche Waren werden Zölle erhoben? ›

Zoll: Jede Ware hat einen eigenen Zollsatz. Einfuhrumsatzsteuer: Entspricht der Mehrwertsteuer in Höhe von 7 oder 19 Prozent. Verbrauchsteuern: Werden auf hochsteuerbare Waren wie Alkohol, Tabakwaren und Kaffee erhoben.

Wie hoch sind die Zollgebühren für Waren aus England? ›

Auf Bestellungen, die aus dem Vereinigten Königreich nach Deutschland geliefert werden, fällt generell keine britische Mehrwertsteuer an. Es fällt jedoch eine Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent bzw. 7 Prozent an (ggf. plus einer Verbrauchssteuer bei verbrauchssteuerpflichtigen Waren).

Welche Waren aus Großbritannien sind zollfrei? ›

Die Einigung der EU mit GBR am 24. Dezember 2020 auf ein Abkommen, das seit dem 1. Januar 2021 vorläufig anwendbar ist, ändert daran grundsätzlich nichts. Dieses Abkommen sieht für alle Waren mit Ursprung in GBR bei der Einfuhr in die EU eine Präferenzbehandlung und damit Zollfreiheit vor.

Wie hoch ist die Einfuhrumsatzsteuer in England? ›

Der Importeur in Großbritannien hat die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von standardmäßig 20 % abzuführen. Die umsatzsteuerlichen Pflichten des Verkäufers bzw. Käufers hängen also davon ab, wer nach den vereinbarten Lieferbedingungen für die Einfuhr in Großbritannien verantwortlich ist.

Wie wird Ware aus England verzollt? ›

Seit dem 1. Januar 2021 müssen alle Warenlieferungen aus Großbritannien in die EU durch den Zoll abgefertigt werden. Denn Waren, die über die Grenze des Zollgebiets der EU verbracht werden, unterliegen der zollamtlichen Überwachung. Sie müssen in ein bestimmtes Zollverfahren überführt werden.

Waren unter 1000 Euro nach England? ›

Aufgrund des nahenden Brexits ist ab 1. Januar 2021 auch für Sendungen mit einem Warenwert von unter 1.000 Euro eine Registriernummer der Ausfuhranmeldung, die sogenannte Master Reference Number (MRN) Pflicht.

Was muss nach Großbritannien verzollt werden? ›

Einfuhr- und Ausfuhrzölle

Ab dem 1. Juli 2021 müssen Verbraucher Zölle zahlen, wenn sie ein Produkt kaufen, das nicht in Großbritannien hergestellt wurde und den Wert von £ 135 (150 EUR) übersteigt (z.

Waren aus Großbritannien Umsatzsteuer? ›

Eine umsatzsteuerfreie Lieferung ist möglich, wenn bei einem Warenwert von unter 135 GBP. Der Käufer muss seine britische Umsatzsteuer-Registriernummer angeben und führt im Rahmen eines Reverse-Verfahrens die britische Umsatzsteuer ab. Der Lieferant weist in seiner Rechnung auf das Reverse-Charge-Verfahren hin.

Wird Post innerhalb der EU kontrolliert? ›

Alle Post- oder Kuriersendungen, die in die Europäische Gemeinschaft verbracht oder aus dieser versandt werden, unterliegen der zollamtlichen Überwachung.

Was passiert wenn man den Zoll nicht bezahlt? ›

Sollten die Zollkosten nicht bezahlt werden, steht es dem Zoll frei, die Zollkosten an den Absender zu richten, die Sendung zu retournieren oder zu vernichten. Auch in diesem Fall können Gebühren anfallen, welche nachberechnet werden.

Kann man noch aus England bestellen? ›

Seit dem 01.01.2021 gehört Großbritannien nicht mehr zur EU-Zollunion. Für Bestellungen aus England, Schottland und Wales fallen nun Zoll- und Einfuhrgebühren an. Für Nordirland gilt das nicht.

Wie viel Einfuhrumsatzsteuer muss ich zahlen? ›

Die Einfuhrumsatzsteuer ist 19 Prozent. Sendungen bis zu einem Wert von 150 Euro sind zollfrei. Verbrauchsteuern fallen keine an. Für die Zollabwicklung verlangt der Beförderer eine Servicepauschale(1) von 5 Euro, die bei der Zustellung kassiert wird.

Wie muss ich die Einfuhrumsatzsteuer zahlen? ›

Liegt der Wert der Warensendung zwischen 22 Euro und 150 Euro, muss eine Einfuhrsteuer in Höhe von 19 bzw. 7 Prozent des Warenwertes gezahlt werden. Übersteigt der Wert der erhaltenen Ware 150 Euro, sind hierfür Abgaben nach dem Zolltarif zu entrichten.

Wie hat sich der Brexit auf die Umsatzsteuer ausgewirkt? ›

Weitere umsatzsteuerliche Folgen des Brexits ab 2021

Waren, die Sie nach der Übergangsphase aus Großbritannien beziehen, sind keine innergemeinschaftlichen Erwerbe mehr. Die Wareneingänge unterliegen als Einfuhren der Einfuhrumsatzsteuer und gegebenenfalls auch Zöllen.

Woher weiß ich ob ich Zoll zahlen muss? ›

Bei einem Sachwert von nicht mehr als 150 Euro sind die Sendungen zwar zollfrei, die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent bzw. 7 Prozent und die Verbrauchsteuer (bei Warensendungen mit verbrauchsteuerpflichtigen Waren) sind aber zu erheben. Die bisherige Freigrenze von 22 Euro ist ab dem 1. Juli 2021 weggefallen.

Welche Waren aus England müssen verzollt werden? ›

Abhängig von der Art und dem Wert der Ware, die versendet wird, müssen auch für Päckchen aus England, die nach Deutschland eingeführt werden, Abgaben bezahlt werden. Für Onlinebestellungen werden ab einem Wert von über 22 Euro Einfuhrabgaben fällig, für Geschenke ab einem Wert von 45 Euro.

Wann gilt Reverse Charge nicht? ›

Reverse Charge und innergemeinschaftliche Geschäfte

Es gilt nämlich: Die innergemeinschaftliche Lieferung bzw. der innergemeinschaftliche Erwerb sind keine Reverse Charge Tatbestände.

Welche Leistungen fallen nicht unter Reverse Charge? ›

Seit dem 1.1.2021 gilt das Reverse-Charge-Verfahren auch für sonstige Leistungen an Wiederverkäufer auf dem Gebiet der Telekommunikation. D.h., dass die Unternehmer, die Telekommunikationsdienstleistungen nur als Nebenleistung erbringen, nicht vom Reverse-Charge-Verfahren betroffen sind.

Wann ist Reverse Charge anzuwenden? ›

Der leistende Unternehmer vereinnahmt lediglich den Nettobetrag und muss hieraus keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Diese Übertragung der Steuerschuld vom leistenden Unternehmer auf den Leistungsempfänger wird auch als „Reverse-Charge-Verfahren“ bezeichnet.

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